Was ist: MANUELLE THERAPIE ?

Manuelle Therapie stellt in der Physiotherapie eine Form der Therapie dar, die nur aufgrund einer speziellen Weiterbildung von zertifizierten Therapeuten angewendet werden darf.

Mit speziellen Handgriffen werden Gelenke, Muskeln- und Faszien sowie das Nervensystem mobilisiert.

Früher hatte die Manuelle Therapie einen rein mechanischen Denkansatz. Man wollte Gewebe und Gelenk-Kapseln dehnen. Heute stehen in der modernen Manuellen Therapie, was gerade von Therapeuten mit OMT-Diplom verfolgt werden, eher neurophysiologische Wirkungen im Vordergrund. Mit wissenschaftlichen Studien wird diese muskuloskeletale Physiotherapie begleitet und mit Evidenz belegt.

Viele Erkrankungen wie Arthrose oder Bandscheibenvorfälle machen Schmerzen. Nicht immer sind aber allein Degenerationsprozesse verantwortlich für den Schmerz.

Neben psychologischen Faktoren (Angst, Sorgen, Katastrophisierung) können ungünstige Verhältnisse der Muskeln und Faszien Dysbalancen auslösen und damit auch Schmerzen verstärken bzw. verursachen. Mit der Manuellen Therapie möchte man die Reize, die auf Muskeln/Faszien, Nerven und Gelenke wirken, positiv beeinflussen und damit eine Schmerzlinderung erreichen. 

In unserem Muskel-Faszien-System, an Sehnen und Bändern sowie den Gelenkkapseln befinden sich viele Nervenrezeptoren. Ein z.B. Bandscheibenvorfall verursacht eine Reizung dieser Rezeptoren und diese schicken Informationen an unser Gehirn. Unser Gehirn interpretiert dies als (drohende) „Gefahr“ und meldet mit der Sprache des Körpers: Schmerzen.

Die Manuelle Therapie versucht dann die Reizung des Gewebes zu beeinflussen und zu reduzieren, um damit die Symptome die mit den verschiedenen Erkrankungen einhergehen können, zu vermindern.

Ein ausgerenkter Wirbel?

Nein, das gibt es nicht! Es sind eher Spannungskräfte der Muskeln und Faszien, die für das „Blockade“ Gefühl sorgen. Mit gezielten Handgriffen können diese Spannungen gelöst werden. Man nennt es auch Manipulation oder Mobilisation. Diese wirkt schmerzlindernd und sorgt kurzfristig für eine Entspannung der Muskulatur.

Dies hilft aber meist nur kurz. Es müssen eher die Dysbalancen identifiziert werden, die zu den Spannungskräften führen. Auch hierfür sind Manualtherapeuten speziell ausgebildet.

Nach einer Manuellen Therapie sollte immer begleitend oder anschließend ein aktives Kräftigungsprogramm stattfinden, damit die Beschwerden nachhaltig verbessert werden können.

Wir freuen uns, wenn Sie uns als Bewegungsexperten für ihr Gesundheitsproblem wählen.

 

Thomas Fiederer

Physiotherapeut (M.Sc.)
Manualtherapeut OMT
Heilpraktiker Physiotherapie

                                                        & Team

 

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